
Mandarinen-Hähnchen — schnelles Rezept mit echten Zitrusfrüchten
Es gibt Rezepte, die aus der Not entstehen, schnell etwas auf den Tisch zu bringen — und die dann zum festen Bestandteil werden. Dieses hier ist so eins. Hähnchenbrust mit Mandarinensauce, einem Hauch Soja und Paprika. In zwanzig Minuten fertig, mit einem leicht asiatischen Touch, der überzeugt. Funktioniert an einem ganz normalen Dienstag genauso gut wie wenn Gäste kommen.
Der Trick liegt in der Mandarine. Nicht in einem Extrakt oder künstlichen Aroma: im Saft zweier frischer Mandarinen aus Valencia, frisch ausgepresst. Der Unterschied zwischen einer reif geernteten Mandarine und einer aus dem Kühlhaus zeigt sich im Gericht. Deutlich.
Zutaten
Für zwei Personen:
— Eine halbe Hähnchenbrust, in Würfel geschnitten
— Salz und Pfeffer nach Geschmack
— 1 EL Olivenöl
— 2 mittelgroße Mandarinen (Saft und, wer mag, etwas Abrieb)
— 1 EL Orangenblütenhonig
— 1 EL Sojasauce
— 1 EL Weißweinessig
— 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
— Edelsüßpaprika nach Geschmack
— Ein Schuss Wasser (ca. 50 ml)
Schritt für Schritt
1. Hähnchen vorbereiten. Die Brust in etwa zwei Zentimeter große Würfel schneiden. Mit Salz und Pfeffer würzen.
2. Anbraten. Öl in einer Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Das Hähnchen von allen Seiten goldbraun braten, bis es durchgegart ist. Etwa 5–6 Minuten.

3. Sauce zubereiten. Während das Hähnchen brät, die zwei Mandarinen auspressen. Den Saft mit Honig, Soja, Essig, Knoblauch, Paprika und Wasser verrühren. Wer einen Stabmixer hat, kann die Mandarinen ganz (ohne Schale) pürieren — so bleibt das ganze Fruchtfleisch erhalten.
4. Einkochen. Die Mischung über das gebräunte Hähnchen gießen. Hitze auf mittel reduzieren und die Sauce 2–3 Minuten einkochen lassen, dabei umrühren. Sie soll dickflüssig werden, glänzend, am Fleisch haften.

5. Servieren. Dazu passt Basmatireis, Vollkornreis oder Couscous. Die Sauce mit dem Reis — das ist das Beste am ganzen Gericht.

Tipps aus der Küche
Man kann das Rezept auch mit Orange statt Mandarine zubereiten. Das Ergebnis ist weniger süß und etwas säuerlicher — funktioniert ebenfalls gut. Der Saft einer Orange genügt.
Wer mehr Zitrusintensität möchte: Am Ende einen Teelöffel Mandarinenabrieb dazugeben, bei ausgeschalteter Flamme. Das Aroma vervielfacht sich.
Kinder mögen dieses Gericht in der Regel problemlos. Die Sauce ist mild, leicht süßlich und scharf wird es nur, wenn man es mit dem Paprika übertreibt.
Wenn Sie mehr über die Geschichte der Mandarine erfahren möchten und warum valencianische Mandarinen anders schmecken, lesen Sie unseren Artikel über die Reise der Mandarine von China nach Valencia.
Häufig gestellte Fragen
Geht das auch mit Supermarkt-Mandarinen?
Grundsätzlich ja, aber das Ergebnis ist nicht dasselbe. Eine reif geerntete Mandarine hat mehr Saft, mehr Aroma und mehr natürliche Süße. Der Unterschied zeigt sich besonders in der Sauce, wo die Mandarine die Hauptrolle spielt.
Wie lange hält sich das Gericht?
Im Kühlschrank, in einem geschlossenen Behälter, gut zwei Tage. Lässt sich in der Pfanne bei niedriger Hitze aufwärmen. Mikrowelle funktioniert auch, allerdings verliert das Hähnchen etwas an Textur.
Kann man es einfrieren?
Ja, aber am besten das Hähnchen mit der Sauce einfrieren, bevor sie komplett eingekocht ist. Beim Aufwärmen dickt die Sauce fertig ein und das Ergebnis ist besser.
Funktioniert das auch mit anderen Zitrusfrüchten?
Mit Orange funktioniert es sehr gut, wie oben beschrieben. Mit Limette und etwas Koriander wird daraus ein völlig anderes Gericht — eher thailändisch angehaucht. Einfach ausprobieren.


