
Zitronenkuchen — einfaches Rezept mit echten Zitronen
Dieser Kuchen hat Geschichte. Nicht nur, weil das Rezept des Biskuits aus Spanien stammt — 18. Jahrhundert, als es noch Pan de España hieß — sondern weil es eines dieser Rezepte ist, die man einmal macht und dann nicht mehr lässt. Fünfzehn Minuten echte Arbeit, eine Stunde im Ofen, und Sie haben einen Zitronenkuchen, der schon vom Flur aus nach Zuhause duftet.
Das Geheimnis liegt, wie immer, in der Zutat. Eine reif am Baum geerntete Zitrone hat ätherische Öle in der Schale, die eine aus dem Kühlhaus längst verloren hat. Wenn Sie frische Zitronen aus Valencia verwenden, leisten Abrieb und Saft doppelte Arbeit. Man merkt es im Aroma und im Geschmack.
Zutaten
Für eine Form mit 22 cm Durchmesser:
— 300 g Mehl
— 200 g Zucker
— 6 Eier (Größe L)
— 2 kleine Zitronen oder 1 große (Saft und Abrieb)
— 100 ml Olivenöl
— 100 ml Wasser
— 30 g Backpulver (2 Päckchen)
Für die Glasur:
— 100 g Puderzucker
— 2-3 EL Zitronensaft
— Zitronenabrieb
Schritt für Schritt
1. Schlagen. Die Eier mit dem Zucker mit einem Schneebesen aufschlagen, bis die Masse hell wird und das Volumen sich verdoppelt.
2. Mischen. Olivenöl, Wasser, Zitronenabrieb und Saft hinzufügen. Das gesiebte Mehl mit dem Backpulver einrühren. Zu einem glatten Teig verrühren. 10 Minuten ruhen lassen.

3. Backen. In eine gefettete Form gießen. Bei 160-165 °C mit Ober- und Unterhitze eine Stunde backen, oder bis ein Zahnstocher sauber herauskommt.
4. Stürzen. Aus der Form nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen.

5. Glasieren. Puderzucker mit Zitronensaft zu einer dicken Paste verrühren. Auf den lauwarmen Kuchen streichen — weder heiß noch kalt. Mit Zitronenabrieb bestreuen.

Tipps aus der Küche
Wer einen noch luftigeren Kuchen möchte, gibt ein halbes Päckchen Backpulver mehr dazu. Der Unterschied ist spürbar.
Die Glasur ist der Schritt, der am meisten Fingerspitzengefühl braucht. Sie muss pastös sein, nicht flüssig. Beginnen Sie mit zwei Esslöffeln Saft und fügen Sie den dritten nur bei Bedarf hinzu. Zu viel Flüssigkeit, und die Glasur wird nicht fest.
Mehl sieben liefert ein besseres Ergebnis, aber wenn die Zeit fehlt, gelingt der Kuchen auch ohne. Kein Grund zur Sorge.
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Häufig gestellte Fragen
Welche Zitrone eignet sich am besten?
Eine reife mit aromatischer Schale. Valencianische Zitronen vom Baum haben mehr ätherische Öle in der Schale und mehr Saft. Der Unterschied zeigt sich im Abrieb und in der Glasur.
Geht es auch ohne Glasur?
Ja. Der Kuchen schmeckt auch pur, aber die Zitronenglasur gibt einen säuerlich-süßen Akzent, der das Ganze abrundet. Probieren Sie beide Varianten und entscheiden Sie selbst.
Wie lange hält er sich?
In einem geschlossenen Behälter bei Raumtemperatur drei bis vier Tage problemlos. Gut in Frischhaltefolie eingewickelt sogar länger. Ohne Glasur lässt er sich auch einfrieren.
Funktioniert das auch mit Orange statt Zitrone?
Ja, aber es wird ein anderer Kuchen. Mit Orange wird er süßer und weniger säuerlich. Nehmen Sie den Abrieb einer Orange und ein halbes Glas Saft. Funktioniert gut, aber der Charakter ändert sich.


